Manuelle Lymphdrainage

Lymphdrainage

Manuelle Lymphdrainage

Die Manuelle Lymphdrainage, eine Form der physikalischen Therapie, soll lymphostatischen Ödemen entgegenwirken. Diese bilden sich, wenn Lymphgefäße in bestimmten Regionen des Körpers über mangelnde Transportfähigkeit verfügen und sich die Lymphe dort anstaut und das venöse System somit überlastet ist. Die Manuelle Lymphdrainage entstaut und lässt die betroffenen Extremitäten (Arme und/oder Beine) abschwellen, indem sie Gewebsflüssigkeit und die darin enthaltenen verschiedenen Stoffe in den venösen Blutkreislauf abtransportiert.

Die Lymphdrainage als physikalische Therapie empfiehlt sich vor allem nach Operationen, Krebserkrankungen, Bestrahlungstherapie, Chemo-Therapie oder auch bei Ödemen unklarer Genese (hier z.B. Lipödem). Zudem ist das lymphatische System ein wichtiger Teil des menschlichen Immunsystems. Ein weiterer Grund sicherzugehen, dass der Lymphabfluss gewährleistet ist. Es gibt 3 unterschiedliche Therapieformen (nach Dr.Vodder, Földi, Asdonk) die sich zwar in der Therapieform und Ausführung, jedoch NICHT in Ihrer Wirkung unterscheiden.

Angewendet wird die Manuelle Lymphdrainage z.B. bei:

  • Postoperativ/posttraumatisch
  • Erkrankungen in der Onkologie (u.a. Mamma-Ca., Prostata-Ca), auch nach Bestrahlung/Chemo
  • Gesichts- und Kieferchirurgie (Entfernung von Lymphknoten, Narben, Lymphstau auch in der Mundhöhle)
  • Erkrankungen in der Neurologie (Armlymphstau oder Beinlymphstau)
  • Angeborene oder erworbene Schädigungen des Lymphgefäßsystems
  • u.v.m

Häufig wird bei der manuellen Lymphdrainage auch eine Kompressions-Therapie angewandt hierfür ist es nötig Bandagematerial mitzubringen oder Ihre eigenen Kompressionsstrümpfe.

Abrechnungshinweis:

Die Manuelle Lymphdrainage ist bei entsprechender Indikation / Diagnose nach den Heilmittelrichtlinien vom Arzt verordnungsfähig.
Das entsprechende Bandagematerial wird vom Arzt gesondert verordnet.